Die Zukunft spricht IO-Link - Ein Blick ins Jahr 2010

 
 




Kaum den Babyschuhen entwachsen, bläst IO-Link zum Angriff auf etablierte Maschinen- und Anlagenkonzepte. Dieser Bericht stellt eine mögliche Vision des Jahres 2010 vor, die so oder ähnlich Realität werden könnte.

Im Jahr 2010 werden RS-485-Feldbusse nicht mehr attraktiv sein, da sie an ihren Leistungsgrenzen angelangt sind. AS-Interface wird sich zu 80 % bei binären und analogen Geräten durchgesetzt haben, da es kein einfacheres international akzeptiertes Bussystem gibt. IO-Link ist ein feldbusunabhängiges und offenes System. IO-Link benötigt immer einen Aktuator-Sensor-Bus zur Datenübertragung über größere Entfernungen, da es selbst nur 20 m überbrücken kann. Als Punkt-zu-Punkt-Schnittstelle ist es nicht in der Lage, Bussysteme zu ersetzen.

IO-Link in einem Chemiewerk, Ausblick auf 2010
Folgendes Szenario könnte sich im Jahr 2010 abspielen: In einem Chemiewerk der CBTG AG wird eine Anlage aus dem Jahr 2006 (noch ohne IO-Link) erweitert. Die Diagnose aus den einzelnen Steuerungen läuft über Ethernet in der zentralen Leitwarte zusammen. An einigen Stellen hat es über die Jahre Probleme bei der Messgenauigkeit der Sensoren zur Dosierung von Pulvern gegeben. An diesen Stellen werden Sensoren durch IO-Link-Sensoren ausgetauscht. Die jeweilige Gegenstelle erhält ein IO-Link E/A-Modul.

Somit wird der Messwert vom Sensor bis zur Steuerung digital und ohne Wandlungsverluste übertragen. Im Chemiewerk von 2010 werden an einigen kritischen Stellen zusätzliche Diagnoseeinheiten integriert. So überwachen Drucksensoren zum Beispiel Messbereiche oder berechnen die Lebenserwartungen von Komponenten in Abhängigkeit von auftretenden Druckspitzen – leichtes Spiel für IO-Link-Sensoren. Sie übertragen in regelmäßigen Intervallen Druckhistogramme an die Leitwarte. Eine Online-Diagnose der gesamten Anlagenzustände ist von einer zentralen Stelle möglich.

Schöne neue Welt?
Intelligente Sensoren können heute schon statische Informationen wie Verschmutzung oder Fehljustage diagnostizieren. In naher Zukunft werden dynamische Funktionen dazukommen. So ist es denkbar, in einem Drucksensor zum Beispiel einen Historienspeicher abzulegen. Neue Funktionen dienen der Entlastung der Steuerung und Reduzierung des Datenvolumens auf den Feldbussen. Doch nicht zu vergessen: IO-Link ist nichts anderes als eine einheitliche Kommunikationsschnittstelle.

Was kann IO-Link besser als bisherige Systeme?

Kurz gesagt bietet IO-Link drei wesentliche Kundenvorteile:
  • Diagnosedatenübertragung ohne zusätzliche Verdrahtung
  • Analogwertübertragung ohne Wandlungsverluste
  • Geräteaustausch ohne manuelle Parametereinstellung


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