Richtig übergeben – richtig übernehmen. Positionssensoren überwachen vollautomatisch Stangenbe- und -entlader.

 
 


Der Stangenanfang wird vom Laserlichttaster OJ5152 gezielt überwacht, um den Vortrieb in die Rolliermaschine abzubremsen.



Neun Übergabearme liften Stangen in präzise Aufnahmeprismen zur weiteren Kaltverformung in der Rolliermaschine.



Die gefertigte Spindel nach der Bearbeitung durch die Rolliermaschine


Neun Übergabearme liften Stangen in präzise Aufnahmeprismen zur weiteren Kaltverformung in der Rolliermaschine.


Mit über 120 qualifizierten Mitarbeitern entwickelt und produziert die NMH GmbH + Co KG am Standort Hohentengen hochwertige Sondermaschinen und Vorrichtungen für die Industrie. Die NMH-Philosophie, immer eine optimale Lösung der individuellen Aufgabenstellung der Kunden umzusetzen, findet sich in der täglichen Arbeit und dem Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder.

Richtig übergeben
Der Stangenlader STL 1480 ist eine hochwertige Vorrichtung, die nach Kundenwünschen aus Nordamerika gefertigt wurde. Sie wird vom Kunden zum Be- und Entladen von Stahlrundstangen an einer Rolliermaschine betrieben. Dabei kann der Stangenlader stufenlos Rundstangen von 14 – 80 mm Durchmesser und bis zu 8300 mm Länge vollautomatisch zuführen. In der Rolliermaschine werden die Stangen mit einer Präzision von 1/1.000 mm zu Gewindespindeln kaltverformt. Schon der Anfang des Prozesses ist enorm wichtig, um diese hohe Präzision sicherzustellen.

Eine präzise Übernahme aus der Maschine ist für das Gesamtergebnis sehr wichtig. Alle 45 Sekunden entsteht aus einer bis zu 330 kg schweren Stahlstange eine fertige Spindel. Nach der zentralen Einstellung des zu bearbeitenden Stangendurchmessers erfolgt die Beladung automatisch. Über induktive Positionssensoren der Baureihe IM5133 wird erkannt, ob die vorderste Stange im Magazin zum Beladen bereitliegt. Neun Übergabearme liften die Stange in die Aufnahmeprismen.

Die gleichmäßig über die Vorrichtung verteilten induktiven ifm-Sensoren erkennen stufenweise die Stangenlänge und steuern den Servoantrieb des Mitnehmers, der das Stangenmaterial in die Rolliermaschine schiebt. Ein ifm-Laserlichttaster vom Typ OJ5152 erkennt den Anfang der Stange und stoppt gezielt den Vortrieb über einen Bremszylinder.

Die Rollierwerkzeuge übernehmen die Bearbeitung des Stangenrohmaterials und ziehen die ganze Stange bis zur Fertigstellung der Spindel durch die Maschine. Parallel hierzu wird bereits schon die nächste Stange geladen.

Richtig übernommen
Gleichzeitig beginnt die Entladung hinter der Rolliermaschine mit dem Führen und Stützen des bereits fertigen Gewindeabschnitts der Spindel in den Aufnahmeprismen. Durch den abschließenden Entladehub von 3.000 mm wird die fertige Gewindespindel aus der Rolliermaschine abgeholt. Neun Übergabearme heben die fertige Spindel aus den Aufnahmeprismen in das Fertigteilmagazin. Durch eine geringe Flächenneigung rollt die Spindel gegen einen gedämpften Anschlag im Magazin. Der vollautomatische Entladezyklus kann wieder neu beginnen. Ein ifm-Positionssensor Typ IM5133 erkennt, wenn die Pufferstrecke des Magazins voll ist. Er signalisiert die Entnahme der fertigen Spindeln.

Gutes Ergebnis
Alle ifm-Sensoren kommunizieren dezentral über Profibusmodule zur zentralen Steuerungseinheit. Durch Einstellung der aktiven Fläche am IM5133 in fünf verschiedenen Positionen waren alle 9 Sensoren leicht in die Mechanik der NMH-Anlage zu integrieren. Hohe Flexibilität bei der Verarbeitung von unterschiedlichen Stangenmaterialien garantiert der Korrekturfaktor „K=1“.

Um Fehlfunktionen am Stangenlader von vorneherein auszuschließen, konnten nur ifm-Sensoren mit Kurzschlussschutz eingesetzt werden.

Die maßgeblichen Ideenschmieden der Region Oberschwaben, NMH und ifm, haben ähnliche Kompetenzen: Kundennähe, Qualität und Präzision. Mit der erfolgreichen Endabnahme im Hause NMH wurden diese Grundsätze wieder einmal eindrucksvoll bestätigt.

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