3 in 1 – efector octavis jetzt serienmäßig mit integriertem Trendspeicher

 
Online-Zustandsüberwachung, Datenrekorder und Trendspeicher in einem Sensor. Damit wird aus dem efector octavis mehr als „nur“ ein Überwachungssensor. Der serienmäßig integrierte Trendspeicher ermöglicht ohne zusätzlichen Aufwand ein Mitschreiben der Diagnosewerte (wie z.B. Lagerzustand, Unwucht, Drehzahl, Crash usw.) im Sensor.
 
Die Überwachungseigenschaften legt der Kunde dabei selbst fest. Er definiert in der PC-basierten Konfigurationssoftware sogenannte Diagnoseobjekte und überträgt diese anschließend in den Sensor. Diagnoseobjekte lassen sich dabei sowohl im Frequenzbereich als auch im Zeitbereich definieren. Sie beinhalten neben den diagnosespezifischen Beschreibungen wie Schadensfrequenzen und Analyseverfahren auch Grenzwerte für Warnung und Alarm. Somit lassen sich Diagnoseobjekte wie virtuelle Sensoren betrachten, die je nach Konfiguration unterschiedliche Diagnosewerte liefern und diese kontinuierlich mit den hinterlegten Warn- und Alarmschwellen vergleichen. Wird nun ein Alarm über die Schaltausgänge am Sensor abgegeben, ist es in vielen Fällen hilfreich, auch die Schadensentstehung im Rahmen einer Trendanalyse betrachten zu können.
 
Waren in der Vergangenheit ausschließlich externe PC-Systeme in der Lage Diagnosedaten mitzuschreiben, so können nun bereits auf Sensorebene alle Diagnosewerte in einem Ringspeicher mitgeschrieben und bei Bedarf ausgelesen werden. Die Speicherlänge wird dabei von einem frei einstellbaren Speicherintervall definiert. Dieses kann sowohl als hochauflösender „Daten-Rekorder“ mit einer Speicherlänge von ca. 7 h als auch als Langzeit-Trendanalyse bis zu 3,5 Jahre konfiguriert werden.
 
Durch den Aufbau als Ringspeicher werden ältere Werte zyklisch überschrieben. Unabhängig vom Speicherintervall stellt der „Peak-Modus“ sicher, dass keine Werte ausgelassen werden. So ist auch bei längeren Speicherintervallen garantiert, dass alle relevanten Diagnosewerte vorliegen und sich ein lückenloser Nachweis sowohl der Schadensentwicklung als auch möglicher Ursachen bzw. Begleitumstände führen lässt.
 
Im Fallbeispiel eines Getriebemotors konnte durch Mitschreiben der Diagnosewerte durch efector octavis eine immer wieder zu Ausfällen führende Getriebestufe „beobachtet“ werden. So zeigen sich in den beiden folgenden Abbildungen die Folgen einer Überlastung im Bereich der abtriebseitigen Zahnradpaarung als extreme Stöße in der Darstellung der maximalen Beschleunigungsspitzen (peak_max). In der parallel mitgeschriebenen Darstellung der Zahneingriffsfrequenz zeigt sich gerade im Vergleich mit einem baugleichen Getriebe eine Verzehnfachung des Diagnosewertes, was einer zehn mal höheren Belastung der Zahnflanken entspricht.
 
Besonderen Einsatz findet der neue Historienspeicher des efector octavis sowohl im Bereich der Schwachstellenanalyse (root cause analysis) als auch zur Dauerüberwachung und Dokumentation von Ausfällen an kritischen Anlagenteilen.